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XIII Internationales Hundesymposium
14.11. - 16.11. in Aschau

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Hinweis in eigener Sache

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Unsere Seminare & Workshops für 2014 und 2015

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Beachten Sie auch unser Verlagsprogramm

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Hundetraining, Ausbildung von Hundetrainern, Verlag

Liebe Hundefreunde,

als ich 1993 meine Hundeschule eröffnete, suchte ich nach einem Namen, der alles beinhalten sollte, wovon ich in meiner Arbeit mit Tieren träumte. In „animal learn" habe ich ihn gefunden, denn dieses Wortspiel aus dem Englischen kann, je nachdem, in welchem Kontext es steht, auf dreierlei Art und Weise interpretiert werden:

Tiere lernen

über Tiere lernen

von Tieren lernen

Und genau das war es, was ich im Training erreichen wollte: Mensch und Hund lernen gemeinsam, um zu einem harmonischen Miteinander zu gelangen. Dabei geht es im Sinne einer guten Passung nicht nur darum, dass der Hund lernt, sich unserem Lebensstil und den an ihn gestellten Erwartungen anzupassen, sondern auch der Mensch muss lernen, dessen art- und rassespezifische Bedürfnisse zu respektieren und zu erfüllen, wo immer dies möglich ist.

Es war und ist mir nicht nur wichtig, dass der Hund lernt, sondern auch wie! In einem guten Training kann es nicht nur darum gehen, dass der Hund irgendwie funktioniert. Auch wenn sich durch den zunehmenden öffentlichen Druck viele Hundehalter gezwungen sehen, ihr Tier in einen möglichst perfekten Gehorsam zu zwingen oder falsch verstandene Tierliebe den so genannten Kadavergehorsam abverlangt, der dem Hund nicht den kleinsten Spielraum für Eigenständigkeit lässt, können übermäßige Strenge oder tierquälerische Erziehungsmethoden nicht der richtige Weg sein, einen Hund zu erziehen. Deshalb lehne ich den Einsatz von Stachel- und Würgehalsbändern, Elektroreizgeräten oder sonstigem Zubehör, das dem Hund Schmerzen zufügt oder ihn verängstigt, strikt ab. Und auch der vielgepriesene Leinenruck in die Halswirbelsäule des Hundes kann nicht der Weisheit letzter Schluss zum Thema Leinenführigkeit und „bei Fuß" - Gehen sein. Es gibt so viele positiv motivierende Lernmethoden, dass unnötige Gewaltanwendung und Einschüchterung ein Armutszeugnis an menschlicher wie fachlicher Inkompetenz für jeden Trainer ausstellen, der so arbeitet. Auch sog. „Ruck-Zuck-Methoden", die versprechen, bestehende Probleme oder angestrebte Erziehungsziele in wenigen Übungseinheiten zu erreichen, stimmen mich eher skeptisch. Um einen guten Gehorsam, eine echtes Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Hund und ein wirkliches gegenseitiges Verstehen aufzubauen, bedarf es Zeit und Geduld, um die gesetzten Ausbildungsziele zu erreichen. Dabei soll das Training beiden Spaß machen, Mensch und Hund!

Seit 1993 ist viel passiert. Das Dilemma der fehlenden staatlich geregelten Ausbildung zum Hundetrainer brachte mich auf die Idee, einen Lehrgang für diesen Beruf zu entwickeln. So entstand der Ausbildungslehrgang zum animal learn Hundetrainer, der seit einigen Jahren vom TÜV zertifiziert ist. Wir möchten uns damit ganz bewusst von unseriösen Instituten abgrenzen, die versprechen, innerhalb kürzester Zeit zum Trainer auszubilden. Bitte schauen Sie sich auf der entsprechenden Seite an, welch umfangreiches Wissen sich ein seriöser Trainer aneignen muss, dann wird schnell klar, dass auch dieser Lernprozess Zeit braucht.

Ein Verlag für kynologische Fachliteratur, mehrere Shops und ein Tierschutzverein runden unser kleines Unternehmen ab, in dem wir alles tun, um das Verhältnis zwischen Mensch und Hund zu verbessern bzw. Hunden, die in Not geraten sind, zu helfen. Das gesamte Team hat sich diesem Gedanken verpflichtet. In diesem Sinne würde ich mich freuen, auch Sie und Ihren vierbeinigen Freund hier bei uns im Stammhaus begrüßen zu dürfen. Bis dahin verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Ihre Clarissa v. Reinhardt